Im Rahmen seiner Sommerreise hat Prof. Dr. Armin Grau (MdB) am 20. August 2026 mehrere Stationen im Kreis Alzey-Worms besucht: das MVZ Monsheim, das Krankenhaus Alzey und eine Abendveranstaltung im Gustavshof in Gau-Heppenheim zum Thema „Zukunft der Gesundheitsversorgung“.
Beim Besuch des Medizinische Versorgungszentrum Monsheim zeigte sich Grau beeindruckt von der Entwicklung der Einrichtung. Die Verbandsgemeinde Monsheim hatte das MVZ gegründet, um einer Unterversorgung mit Hausärzten entgegenzuwirken. Die Anfangsinvestitionen wurden laut Grau aus Einnahmen der Verbandsgemeinde aus vier Windkraftanlagen finanziert. „Da sieht man, wie Investitionen in Erneuerbare Energien auch in anderen Politikbereichen helfen,“ so Grau.
Beim Besuch des Krankenhauses Alzey begrüßte Grau die Übernahme durch den Landkreis. Durch den mutigen Schritt und eine transparente Kommunikation habe man Personal halten können und eine Grundlage für eine langfristige Versorgung geschaffen.
Bei der Abendveranstaltung ging es um grundsätzliche Herausforderungen im Gesundheitswesen: zu wenig Prävention, ein Übergewicht stationärer gegenüber ambulanten Leistungen, unzureichende Koordination zwischen den Sektoren sowie ein Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit. Auch Fehlanreize durch Fallpauschalen wurden angesprochen.

Grau verwies auf die anstehende Zuteilung der Leistungsgruppen für Krankenhäuser durch den Minister zum 1. September und betonte, mit den Krankenhäuser in Worms und Alzey sei die Region gut aufgestellt. Im Bereich Worms fehle es jedoch an niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten. Das MVZ Monsheim bezeichnete er als Vorbild dafür, wie Kommunen in solchen Fällen Verantwortung übernehmen können.
Für die Zukunft plädierte Grau für ein Modell regionaler Zusammenarbeit: „Statt in Sektoren zu denken, hier ambulant, dort stationär, wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Versorgern, Versicherungen und Kommunen in Gesundheitsregionen stärken und durch geschickte Verträge einen Anreiz schaffen, dass Krankheit verhindert und nicht immer nur diagnostiziert und therapiert wird. Das ist unsere Vision für die Zukunft.“